Heute fahren wir nicht Richtung Arusha, sondern Richtung Dar es Salaam auf die andere Seite des Kilimanjaros. Marangu ist der Name des Dorfes dem wir einen Besuch abstatten (Startpunkt auf der anderen Seite des Berges).
Unser erster Klient an diesem Tag ist Moses. Zum Glück ist er leicht zu finden und die Straße zu seinem Haus ist nicht sehr holprig, sodass wie schnell von der Hauptstraße abgebogen vor seinem Haus stehen.
Moses liegt im Bett. Er ist 37 Jahre alt. Seine Beine und sein rechter Arm sind vollständig gelähmt. Er kann nicht viel machen. Sein Lebenswille ist nicht sehr groß. Er weis nicht was er machen könnte. Zacharia redet mit ihm und macht ihm Mut. Anhand von Beispielen anderer Klienten zeigt er, was man alles erreichen kann, auch wenn man im Rollstuhl sitzt.
Bevor er durch einen Baum Querschnittsgelähmt wurde hat er anderen Leuten aus seinem Dorf geholfen Häuser zu bauen. Doch seitdem er nur noch seinen linken Arm nutzen kann, liegt er in seinem Bett und kommt nur selten aus seinem Zimmer.
Er muss sich noch Gedanken darüber machen, wie er selbst Geld verdienen kann. Bisher ist er von seiner kleinen Schwester abhängig. Seine Frau ist davongelaufen.
Wir müssen weiter da wir noch andere Klienten Besuchen wollen. Jennifer Thomas steht auf dem Plan, aber wir können sie nicht erreichen. Wir fragen ein paar Dorfbewohner an einem Kiosk. Sie kennen keine Jennifer im Rollstuhl, aber eine Flora. Also besuchen wir Flora.
Flora Temba
Flora ist 38 Jahre alt, hat einen Primaryschoolabschluss und hat früher Früchte im Dorf gekauft und auf dem Markt in der Stadt verkauft. Auf eine dieser Touren hatte sie einen Autounfall und ist seither Querschnittsgelähmt. Sie hatte Glück, ihr Mann ist ihr treu geblieben und Verwandte helfen ihr die Schulgebühren ihrer vier Kinder zu zahlen. Der älteste besucht sogar die Secandaryschool.
Ihr Rollstuhl ist allerdings in einer sehr schlechten Verfassung ist fällt fast unter ihr zusammen. Auch ihr Bett und das Haus sind baufällig. Die Toilette befindet sich in einem relativ guten Zustand ist für sie allerdings nicht nutzbar, was durch ein paar Bauarbeiten verändert werden könnte.
Damit die Familie weiterhin über die Runden kommt, müsste auch sie etwas zum Einkommen beitragen. Sie könnte sich vorstellen Hühner zu halten oder einen kleinen Laden aufzumachen.
Floras Mann erzählt uns das er noch jemanden im Rollstuhl kennt und fährt mit uns im Auto mit um uns zu der Person zu bringen. Es ist ein kleiner etwa 4 jähriger Junge. Er ist nicht Querschnittsgelähmt kann seinen Körper (anscheinend durch einen Fehler bei der Geburt) nicht selbstständig bewegen. Zacharia kennt eine Organisation die dem kleinen Ephrim helfen kann und macht für den nächsten Tag gleich einen Termin aus, damit ihm so schnell wie möglich geholfen werden kann.
Wir machen uns auf den Rückweg nach Moshi. Wir gehen Mittagessen, wobei Zacharia, wegen Schmerzen im Auto sitzen bleibt und wir am Tisch im Restaurant essen.
Anschließend geht es weiter in ein Stadtteil in Moshi (dessen Namen ich vergessen habe) und treffen Malik. Er wohnt in einem wirklichen ärmlichen Teil von Moshi. Ich denke man kann vom Slam Moshis sprechen. Malik hat Polio. Er hat Freunde, bei denen er wohnt und die ihm assistieren. Aber er würde gerne etwas sinnvolles machen und arbeiten. Was genau weis er noch nicht und muss er sich noch überlegen.
Ausgaben an diesem Tag: 100.000 THsh (Taxi), 20.000 TShs (Unterstützung der Klienten) –> 60 €

