Mo., 23.8. – Am Rand des Kilimajaro Nationalparks

Zehn Uhr morgens. Vor meinem Haus steht ein junger Wirtschaftsstudent aus Lesotho, namens Moshoeshoe (Wie der König des besagten Landes, da er der Enkelsohn son Moshoeshoe dem ersten ist). Er will FoP helfen, indem er sein Fachwissen weitergibt. Er hat Erfahrungen Leuten zu helfen, kleine Geschäfte zu eröffnen und sie darin zu beraten. Außerdem steht da auch noch ein Taxi mit zwei Tansanianern, die auf mich warten. Moshoeshoe und ich zeigen in das Taxi. Heute fahren wir nach Uru village.  Da ich Zacharia darum gebeten habe, werde ich heute zwei seiner Klienten besuchen, die schon fast selbstständig ihr Leben bestreiten.

Evaline August
Evaline August ist 41 Jahre alt und lebt ebenfalls in Uru. Da ihre Eltern schön früh starben, war sie für ihre jüngeren Brüder, die ebenfalls 2003 und 2005 starben, verantwortlich. Ihre Brüder haben ihr zwei Nichten und einen Neffen hinterlassen, die sie gerne adoptieren würde. Da sie nur einen kleinen Laden führte um zu überleben, war nicht immer Geld für Nahrung oder die Schulgebühren der Kinder da. Auch ihr Haus und die Toilette waren in keinem guten Zustand. Aus diesem Grund hat FoP mit Hilfe von Spenden eine Toilette errichtet und ein Haus mit angrenzendem Laden gebaut, in dem sie auch gut im Rollstuhl ihre Kunden bedienen kann. Des weiteren wird den Kindern die Schule bezahlt, damit diese später einer guten Arbeit nachgehen können.

Sie rollt die Rampe herunter und begrüßt uns mit einem schüchternen Lächeln. Sie zeigt uns ihr Haus, dass sie über eine Rampe erreichen kann. Und beantwortet Moshoeshoe Fragen über ihren Laden, der ziemlich leer aussieht.Nachdem wir uns alles angeschaut haben, verabschieden wir uns und fahren weiter die Straße hinauf zu Peter.
Peter Shio
Peter Shio ist 38 Jahre alt und lebt in Uru, einem Dorf oberhalb von Moshi.
Im Jahre 2000 stürzte er von einem Baum und sitzt seither im Rollstuhl, den er sehr gut zu bedienen weiß. FoP hat
für ihn eine Toilette gebaut, die, wie Peter sagt, sein Leben verändert hat, da er nun diesbezüglich nicht mehr auf andere angewiesen ist. Außerdem wurde mit ihm zusammen ein Hühnerstall errichtet. Dort züchtet er Geflügel, deren Eier und Fleisch ihm ein Einkommen sichern, dass ihm für seinen Lebensunterhalt ausreicht. Im April
diesen Jahres schließlich bekam er ein kleines neues Haus sowie ein Bett mit guter Matratze.

Peter kommt strahlend aus seinem haus gerollt, eine Frau steht neben ihm. Sie ist seit einem halben Jahr seine Freundin. Stolz zeigt er uns sein Haus und seine Hühner, die er durch züchten bereits verdoppelt hat. Er bewegt sich wie selbstverständlich durch das etwas unebene Gelände seines Grundstückes. Zacharia kauft ihm noch ein Huhn ab und dann fahren wir weiter, hoch in die Berge an den Rand des Nationalparks. Auf dem Weg erzählt Zacharia uns, dass er für Peter gern eine Rikscha (2000 €) kaufen würde, die auch ohne Beine gefahren werden kann. Mit einer Rikscha könnte er seine eier und Hühner in die Stadt fahren und dort verkaufen. Auf dem Weg könnte er Fahrgäste mitnehmen um so die Benzinkosten, die sowieso gering sind, zu erstatten. Außerdem könnte er bei den Klienten die in seiner Gegendwohnen auch Güter abholen, um sie in die Stadt zu bringen. Zusätzlich könnte Peter seinerseits Klienten von FoP besuchen und das machen, was Zacharia und ich machen.

Es wird kälter und ein leichter Nebel hängt in den Bergen.
Hier werden wir Marc Torino treffen. Er lebt dort oben in den Bergen zusammen mit seiner alten Mutter, die nur noch gebückt an einem Stock laufen kann, aber darauf besteht uns die Sitzmöglichkeiten zu überlassen. Da Marc sogar ein wenig Englisch spricht, kann ich ihm ein paar Fragen stellen. Er erzählt, dass durch die Löcher in seinem Haus der kalte Wind weht und er daher oft nicht schlafen kann. Moshoeshoe entdeckt in einer Ecke ein paar Lederstücke und fragt ob er weis damit umzugehen. Marc deutet auf seine Schuhe und sagt: Ja! Das wär doch was… Er bräuchte nur Startkapital und jemand der die fertiggestellten Stücke verkauft, erzählt er uns.
Moshoeshoe ist Feuer und Flamme.

Doch wir müssen uns auf den Rückweg machen!
(50.000 TShs -25€ fürs Taxi)

Leider habe ich von diesem Tag noch keine Fotos, ich werde sie aber nachliefern!

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